Mittwoch, 17. September 2014

Druckwerkstatt

Diesmal haben wir aus unserem Kunst-Fundus für einmal kein gemaltes, sondern ein gedrucktes Bild hervorgeholt und danach das Kunstmuseum in eine Druckwerkstatt verwandelt.

Der Holzdruck von Jan Wellens de Cock zeigt die Geschichte des heiligen Antonius. Darauf sieht man, wie der Teufel diesen mit allerhand gruseligen Gestalten in Versuchung führen will. Im Kinder Kunst Klub haben wir uns die Fabelwesen, Monster und gruseligen Gestalten genau angeschaut und gerätselt, wie Jan Wellens de Cock diesen Druck angefertigt hat. Für einen Holzdruck kratzt oder schabt man aus einer Holzplatte Formen und Linien. Danach bestreicht man die Platte mit Farbe und druckt diese ähnlich einem Stempel auf ein Blatt Papier. In unserer Druckwerkstatt haben wir eigene Drucke mit Styroporplatten angefertigt. Dabei haben wir uns von den Fabelwesen auf Jan Wellens de Cocks Bild inspirieren lassen. Kannst du die so entstandenen Figuren auf dem Original wiederentdecken?

Das Original aus unserer Sammlung...

Jan Wellens de Cock, die Versuchung des heiligen Antonius, 16. Jh.


...und die von Laura, Matilda, Nina, Sofia, Vanessa, Zoe, Nicolas, Hannah, Anna, Joya, Levi, Celia und Kaja angefertigten Drucke...
















Mittwoch, 28. Mai 2014

Alpensound mit Schuss

Wie tönt es wohl auf einer Alp? Dieser Frage gingen wir im letzten Kinder Kunst nach und nahmen dazu ein Gemälde von Bartholomäus Lämmler genau unter die Lupe und spitzten dabei die Ohren. Unseren kleinen Ausflug in die Berge hielten wir nicht nur schriftlich sondern auch akustisch fest. Wir veranstalteten nämlich ein spontanes Geräuschkonzert in der Ausstellung.

Bartholomäus Lämmler, Viehweide unter Kamor, Hohem Kasten und Staubern, 1854


Diese Geräusche haben wir auf dem Bild entdeckt:

Der Wind bläst.
Die Bäume und Gräser rauschen,
das Wasser auch.
Die Kuhglocken bimmeln.
Die Kühe mampfen und muhen.
Die Ziegen meckern.
Der Uhu uhut.
Der Adler kreischt.
Die Vögel zwitschern. 
Der Hund bellt.
Der Senn jodelt.
Der Jäger schiesst.
Die Menschen wandern und lachen
und stossen mit ihren Gläsern an.


Und so könnte das unserer Meinung nach tönen: 

ALPENSOUND 1 

ALPENSOUND 2

ALPENSOUND 3

Fabulierkünstler gesucht!


Am 30. April fand ein Kinder Kunst Klub der Extraklasse statt. Im Rahmen von «GiM - Generationen im Museum» gesellten sich zu unseren jungen Stammgästen etwas ältere Überraschungsgäste. So brachten wir an diesem Nachmittag unterschiedliche Generationen zusammen. Nach einer kurzen Kennenlern-Runde machten sich bunt gemischte 3er Teams auf die Suche nach ihrem Lieblingsobjekt in der Ausstellung «Post/Postminimal».

Entstanden sind sechs spannende, komische und lustige Geschichten.





Die Betonrolle
Ein alter Mann wohnte in einem verfallenen Holzhaus. Er las in der Zeitung, dass ein Haus in seiner Nachbarschaft abgebrannt war. Er machte sich mit seinem Wägelchen auf den Weg, in der Hoffnung, noch etwas von dem abgebrannten Haus retten zu können. Im Haus fand er Betonplatten, die noch warm waren. Er rollte sie zusammen, damit sie auf seinem Wägelchen Platz hatten. Auf dem Rückweg wurde die Direktorin des Kunstmuseums auf ihn aufmerksam und kaufte ihm seine Betonrolle ab. So wurde der Mann zu einem berühmten Künstler. Er wurde reich und konnte sich ein grosses Haus aus Beton bauen.
Viviane 8 Jahre, Jan 10 Jahre, Roman 28 Jahre






Das kunterbunte Königreich
Es waren einmal ein grüner Prinz und eine rote Prinzessin, die in einem kunterbunten Königreich regierten. Ihr Leibgericht waren bunte Spaghetti. Sie assen so viele davon, dass sie ganz dreieckig wurden und nicht mehr richtig gehen konnten. Da kam ihnen ein Künstler zu Hilfe. Er baute für sie ein kugelrundes Rad, damit es für die beiden wieder rundlaufen konnte. Eines Nachts jedoch, wurde dieser Kreis von einem Räuber gestohlen. Zum Glück konnte sich der Kreis aber befreien. Er rollte schnell davon und rollte so lange, bis er sein Ziel im Kunstmuseum St.Gallen fand.
Eva-Marie 8 Jahre , Vanessa 10 Jahre und Laurence 38 Jahre







Prinzessin Ella und die Stäbchen
Eine Prinzessin liess für sich ein farbenprächtiges Kunstwerk mit Spiegel, Glas und Leuchtstäben machen. Die Stäbe formten dabei ihren Namen: ELLA. Als der Künstler das Kunstwerk zu Ella bringen wollte, passierte ein Unfall. Die leuchtenden Stäbe purzelten vom Lastwagen herunter und fielen im wilden Durcheinander auf die Strasse vor dem Museum. Als es Nacht wurde, schlichen sich die Stäbe ganz leise durchs Schlüsselloch des Museums, die Treppe hoch, mitten in die Ausstellung. Dort stellten sie sich hin, wie es ihnen gefiel. So konnte Ella ihr Kunstwerk doch noch bewundern.
Ella 6 Jahre, Nina 11 Jahre, Hedy 60 Jahre





Adlitam & Ailuj
Die Schubkarren sind alt und haben weisse Flecken auf ihren Blechwannen, so wie die Menschen im Alter weisse Haare bekommen. Sie heissen Adlitam und Aliuj. Aliuj ist aus England und reist gerne in die Wüste. Deshalb ist ihr Bauch mit Wasser gefüllt. Schliesslich braucht es Wasser, um dort zu überleben. Adlitam kommt aus Afrika. Sie ist in die Schweiz geflogen und hat hier Aliuj kennengelernt. Ihr Bauch ist voller Wasser, weil eine Freundin von ihr gestorben ist und sie weinen musste. Die beiden haben sich verliebt und gehen ihren Weg seither miteinander. Sie haben viele kleine Schubkarren-Kinder.
Matilda 7 Jahre, Julia 10 Jahre, Claudia 55 Jahre





Der Schokoladenbaum
Im Garten von Benjamin steht eine alte Eiche. In ihrem Geäst hat es ein Elsternnest. Wie jeden Tag fliegt die Elstermutter aus, um Futter zu suchen. Sie entdeckt einen Schoggi-Osterhasen und klaut ihn für ihre Kinder. Diese freuen sich riesig. Doch die Freude ist von kurzer Dauer. Die Sonne brennt so heiss, dass die Schokolade schmilzt und den Baum hinunter bis zu den Wurzeln rinnt. Welches Pech! Zu allem Unglück fährt kurz darauf auch noch ein Lastwagen in den Baum. Die Fensterscheiben, die er geladen hat, purzeln auf den Baum und bedecken alles. Eine schöne Schweinerei!
Benjamin 9 Jahre, Silas 11 Jahre und Rita 71 Jahre





Der Bug der Titanic
Dies ist der Bug der Titanic. Er ist sehr schwer. Man hat ihn aus dem Meer gefischt und mit einem Schwertransport nach St.Gallen gebracht. Beim Transport kam es vor dem Museum zu einem Umfall. Da der Bug nicht richtig auf dem Lastwagen befestigt war, flog er geradewegs durch die Wand in das Museum. Zum Glück hatte es dort am Boden einen Kaugummi, der den Bug zum Stillstand brachte. Bei diesem Vorfall wurde so viel Druck vom Bug auf den Boden ausgeübt, dass auf dem Parkettboden nun genau die Spuren des Bugs sichtbar sind.
Levi 8 Jahre, Anna-Lena 9 Jahre, , Christine 52 Jahre


Lust auf mehr? Unter www.gim-geschichten.ch sind die Geschichten von allen Museen zu finden, die am Projekt «GiM - Genereation im Museum» teilgenommen haben. 

Mittwoch, 26. März 2014

Bella Italia!

Im letzten Kinder Kunst Klub machten wir eine Reise nach Venedig und wanderten auf den Spuren von Claude Monet. Wir bestaunten das wertvollste Bild aus unserer Sammlung und gestalteten es nach unseren Ideen um. Wir belebten den Palazzo Contarini von Claude Monet mit erfundenen Personen und eigenen Geschichten.

Das Original aus unserer Sammlung...
Claude Monet, Palazzo Contarini, Venedig, 1908
 
Und unsere angereicherten Versionen...
 
 
 
 
 
 
 


Dienstag, 11. Februar 2014

Psst! Stilles Leben im Kunstmuseum!

Still sitzen ist zwar schwer, still sein manchmal auch. Aber still leben?
Im letzten Kinder Kunst Klub haben wir ein Gemälde von Jan Davidsz. de Heem bewundert und in Gruppen unsere eigenen Stillleben arrangiert.

Das Original aus unserer Sammlung...
Jan Davidsz. de Heem, Stillleben mit
Blumen und Steingutkanne, um 1650
 
Und die von uns arrangierten Stillleben...
Julia und Jan:
"Unser Stillleben trägt den Titel Altes Gefühl, da wir
lauter alte Dinge ausgewählt haben. Unsere Anordnung
ist extra etwas chaotisch. Die Uhr ist auf zwölf Uhr
gestellt. Es ist Mitternacht. Das passt zum dunklen
Hintergrund."
 
Levi, Silas und Nicolas:
"Wir haben keinen definitiven Titel gefunden. Aber die
Titel-Vorschläge von den anderen Kindern Die Medien,
Elektrochaos und  Das Büro finden wir gut. Wir haben
diese Gegenstände ausgesucht, weil wir damit zeigen
wollen, dass der Medienkonsum heutzutage sehr
gross ist. Alle Gegenstände sind so angeordnet, dass
man sie nicht benutzen kann."
 
Lena und Matilda:
"Unser Titel für das Stillleben lautet Die Natur. Man
könnte es aber auch Ein Blumenleben nennen. Wir haben
Dinge ausgesucht, die in der Natur vorkommen: Federn,
Muscheln, Steine, Früchte, ...Die Sanduhr im Hintergrund
zeigt, dass die Zeit abläuft."
 
Vanessa, Sofia und Salome:
"Unser Stillleben heisst Ein wundervolles Chaos. Wir haben
unsere Lieblingsgegenstände drapiert. Es sind alles Dinge,
die wir schön finden."

Donnerstag, 16. Januar 2014

Die Stadt unserer Träume

 
Peking - New York - Paris - St.Gallen? Am 30. Oktober haben im Kinder Kunst Klub das Gemälde "Nenn mich nicht Stadt" von Franz Ackermann etwas genauer unter die Lupe genommen und in Gruppen unsere eigenen grossformatigen, wilden und bunten Städte gemalt.
 
Hier das Original aus unserer Sammlung...
 
Franz Ackermann,
Nenn mich nicht Stadt, 2003
Kunstmuseum St.Gallen
 
Und die von uns gestalteten Traumstädte...
 
Eva-Marie, Anna-Lena und Lena
 
Julia und Jan
 
Vanessa, Sofia und Salome
 
Levi und Nicolas

Donnerstag, 12. September 2013

Die Möbel der Briefleserin

In unserem letzten Kinder Kunst Klub haben wir uns in der Ausstellung «Home! Sweet Home!» auf eine Reise in die Vergangenheit und gemacht und herausgefunden, wie die Menschen vor 300 Jahren gewohnt haben. Inspiriert davon, haben wir uns danach selbst als «Innenarchitekten» betätigt und den fast leeren Raum von Pieter Willemsz. van der Stocks «Briefleserin in einem Renaissance-Interieur» neu eingerichtet.

Das Original aus unserer Sammlung...


Pieter Willemsz. van der Stock,
Briefleserin in einem Renaissance-Interieur, um 1635
Kunstmuseum St.Gallen
...und die von uns gestalteten Einrichtungs-Vorschläge




  Vanessa, 8 Jahre
«Ich habe eine Uhr gemalt und drei Bilder,
zwei Pflanzen, einen Kronleuchter, eine elektrische Gitarre,
ein Regal, ein kleineres Gestell, einen Stuhl,
eine Nähmaschine, einen Teppich und einen Tisch.»




Salome, 6 Jahre
«Ich habe links oben ein Bild mit goldenem
Rahmen gemalt, daneben ein Bild mit einem Schweizerkreuz.
Eine goldene Rose steht auf dem Tisch, ein Rosenbaum
daneben. Es gibt ein Muster an der Tür. Vorne steht der Freund
von der Briefleserin.»




Sofia, 6 Jahre
«Ich habe Vorhänge, Feuer im Cheminée,
Teppiche am Boden, einen Blumentopf, einen Tisch,
einen Käfig mit Papagei, eine Lampe, ein Bild
mit Blumen und eine schön verzierte Türe gemalt.»




Lena, 8 Jahre
«Auf meinem Bild sieht man einen Kronleuchter,
eine Näh-Maschine, eine Maus, ein Mausloch
und eine Katze, ein  Feuer im Cheminée, Vorhänge,
Teppiche und eine Pflanze.»




Helena, 8 Jahre
«In meinem Raum gibt es ein Aquarium,
zwei Tische, einen Sessel und ein Sofa, zwei Teppiche,
eine Kommode, einen Pokal, eine Uhr,
eine Lampe, eine Pflanze und einenBlumenstrauss.»




Anna, 7 Jahre
«Bei mir gibt es einen Tisch, eine Uhr, einen Teppich,
einen Sitzsack, eine Blumenvase,
ein Buch und einenKronleuchter zu sehen.»




Levi, 7 Jahre
«Ich habe einen Teppich, Bilder, eine Lampe, 
einen Vorhang, einen Tisch, 
Bücher, eine Tür und ein Feuer gezeichnet.»




Anna, 7 Jahre
«In meinem Raum gibt es ein Schubladengestell 
und  ein Nachttischli mit Lampe.»